Eine erwachsene Hand berührt Theodors kleine Finger, während er mit Schnuller im Arm liegt.
Ein Mann im weißen Hemd und mit Weste küsst Theodor auf die Stirn, während er ihn trägt.

An Theodors Tauftag in Tübingen kamen zwei Seiten zusammen, die ich an einer Taufreportage besonders mag: die Aufmerksamkeit während der kirchlichen Feier und die ungezwungenen Begegnungen danach. Dazwischen stand immer wieder derselbe kleine Mensch, getragen und begleitet von den Erwachsenen um ihn herum.

Die Bildgeschichte beginnt mit Nähe. Theodor liegt im Arm, eine Hand berührt seine Finger, ein Kuss hält für einen Augenblick alles andere am Rand. Diese Bilder geben dem Tag einen persönlichen Anfang. Bevor wir den Kirchenraum sehen, begegnen wir dem Kind, um das es hier geht.

Blick in den Kirchenraum mit einem Priester im blauen Gewand und Erwachsenen, die Theodor tragen.
Theodor liegt auf einem weißen Tuch, während eine Frau im blauen Kleid ihn beim Taufritual stützt.
Der Priester hält Theodor während der Taufe im metallenen Taufbecken.

Ein Anfang im Glauben

Im orthodoxen Glauben ist die Taufe ein Sakrament und der Beginn des Lebens in der Kirche. Eltern und Paten begleiten das Kind auf diesem Weg. Für mich gehört dieser Gedanke zum Verständnis der Bilder: Es geht um einen Anfang, den Theodor mit anderen Menschen teilt.

In der Kirche wird diese Begleitung ganz konkret. Während der Priester das Ritual vollzieht, wird Theodor gehalten, gestützt und wieder in die Arme genommen. Ich fotografiere die Handlungen am Taufbecken ebenso wie die Hände und Gesichter ringsum. Erst zusammen erzählen sie, was an diesem Tag geschieht.

Ein Mann hält Theodor in der Kirche im Arm; eine Frau im grünen Kleid wendet sich dem Kind zu.
Erwachsene und Kinder stehen mit Theodor für ein Gruppenfoto vor der Ikonostase.

Menschen, die dabei sind

Nach den Aufnahmen des Rituals öffnet sich die Bildfolge wieder. Theodor ist im Arm, die Menschen stehen zusammen vor der Ikonostase. Das Gruppenbild gibt auch denen einen Platz in der Erinnerung, die während der Zeremonie etwas weiter vom Taufbecken entfernt waren.

Solche Fotografien haben für mich neben den unmittelbaren Momenten ihren eigenen Wert. Sie halten fest, wer diesen Tag mit Theodor geteilt hat. Welche Bedeutung die einzelnen Menschen später für ihn haben werden, kann ein Bild nicht vorwegnehmen. Dass sie hier zusammengekommen sind, kann es bewahren.

Zwei Frauen tanzen bei Theodors Tauffeier nebeneinander vor einer Ballondekoration.
Ein Musiker im weißen Hemd spielt bei der Tauffeier an einem Keyboard.
Macarons und eine rote Blüte stehen auf einer Etagere vor dem Obstbuffet der Tauffeier.
Eine Frau im grünen Kleid küsst Theodor, den sie am Fenster im Arm hält.

Wenn die Feier ihren eigenen Rhythmus findet

Nach der Kirche wurde gelacht und getanzt. Genau diesen Teil eines Tauftages fotografiere ich gern: Die Menschen vergessen die Kamera ein wenig, bewegen sich freier, und zwischen ihnen entstehen kleine, natürliche Begegnungen.

Musik, ein gedecktes Buffet und Theodor im Arm verbinden die Feier mit dem, was zuvor in der Kirche begonnen hat. Er wird sich vermutlich nicht selbst an diesen Tag erinnern. Später kann er in den Fotografien entdecken, wie er getragen wurde und wie viele Menschen dabei waren. Das ist die Erinnerung, die ich für ihn festhalten wollte.

Eure Taufe in Bildern

Ihr sucht einen Tauffotografen in Tübingen? Erzählt mir von eurem Termin und davon, wie ihr eure Taufe gestalten möchtet. Ich freue mich darauf, euch und eure Familie kennenzulernen.