An einem warmen Sommertag war ich in Nagold, um Lara Ștefanias Taufe zu fotografieren. Zunächst dachte ich an die Zeremonie, die vor uns lag. Doch schon bei den Vorbereitungen wurde mir wieder bewusst, wie viel früher die Geschichte eines solchen Tages beginnt: zu Hause, bei den Menschen, die zusammenkommen, und den Händen, die das Kind halten.

Für mich gehören diese Begegnungen ebenso zur Taufreportage wie die Feier in der Kirche. Sie erzählen davon, wer Lara an diesem Tag begleitet hat.

Lara Ștefania liegt auf einem weißen Tuch, während der Priester bei der Taufe ihre Stirn berührt.
Eine Frau richtet das weiße Tuch um Lara Ștefania; weitere Angehörige stehen hinter ihr.
Eine brennende Taufkerze neben einer geöffneten Holzschatulle mit Schere und weiteren Ritualgegenständen.

In der Kirche zusammenkommen

In der Kirche setzt sich diese Nähe fort. Lara wird getragen und gehalten, während der Priester die Taufe vollzieht. Die Kerze brennt, das Wasser und die Gesten des Segnens rücken in den Mittelpunkt. Dazwischen bleiben die Hände ihrer Familie immer wieder im Bild.

Beim Fotografieren achte ich auf beides: auf die Handlungen des Priesters und auf die Menschen um Lara herum. So lässt sich die Zeremonie später als Teil eines gemeinsam erlebten Tages betrachten.

Der Priester hält Lara Ștefania im Wasser des mit weißen und rosa Blumen geschmückten Taufbeckens.
Lara Ștefania ist in ein helles Handtuch mit rosa Rand gewickelt; im Vordergrund steht ein weißes Kreuz.

Der Glaube hat hier seinen sichtbaren Platz. Zugleich zeigen die Bilder ganz konkret, was Begleitung bedeutet: jemanden halten, nah bleiben, zusammen durch die Kirche gehen. Diese Verbindung möchte ich in meinen Fotografien bewahren.

Das rumänische Buch zur Taufliturgie im Vordergrund, dahinter der Priester und ein Mann aus der Familie.
Der Priester führt die Taufzeremonie; Lara wird hinter ihm im Kreis ihrer Familie auf dem Arm gehalten.
Schwarz-Weiß-Aufnahme des Priesters mit Buch und ausgestreckter Hand vor der Familie mit Lara und Taufkerze.
Schwarz-Weiß-Aufnahme der Familie mit Lara auf dem Arm und dem Priester im Gang zwischen den Kirchenbänken.
Der Priester hebt die Hand zum Segen über Lara, die eine Frau in einem violetten Kleid auf dem Arm hält.

Zurück zum Anfang des Tages

Wenn ich an Laras Taufe zurückdenke, komme ich deshalb auch auf den Morgen zu Hause zurück. Die Großeltern waren aus Rumänien angereist und konnten es kaum erwarten, ihre Enkelin in den Armen zu halten. Ihre Tante half dabei, an alles zu denken. Die Eltern waren mit den Vorbereitungen beschäftigt, zwischen Freude, Aufregung und den Dingen, die noch zu erledigen waren.

Im Haus wurde gesprochen, vorbereitet und gefragt, ob noch etwas fehlte. Mitten darin war Lara. Jemand hielt ihre Hand, sie bekam einen Kuss auf die Stirn, wurde angeschaut und getragen. Solche Gesten brauche ich als Fotograf nicht zu erfinden. Ich möchte sie wahrnehmen und festhalten.

Schwarz-Weiß-Porträt von Lara Ștefania im weißen Taufkleid mit einer Blume am Stirnband auf dem Sofa.
Eine lächelnde Frau liegt neben Lara auf dem Sofa und hält ihre kleine Hand.
Lara Ștefania wird auf dem Sofa von einer Frau mit Brille sanft auf die Stirn geküsst.

Die Bilder von zu Hause geben der kirchlichen Feier ihren persönlichen Zusammenhang. Sie zeigen die Familie, die sich für Lara versammelt hatte, schon bevor die Zeremonie begann.

Laras Großmutter hält sie im weißen Taufkleid auf dem Arm vor hellen Vorhängen.
Laras Eltern stehen eng beieinander und schauen zu ihrer Tochter hinunter, die ihre Mutter auf dem Arm hält.
Laras Mutter hält ihre Tochter auf Augenhöhe vor rosa Luftballons und sieht sie lächelnd an.
Lara Ștefanias Mutter hält ihre Tochter zu Hause vor der Taufe eng an der Brust.

Was Lara später sehen kann

Lara wird sich an diesen Tag nicht selbst erinnern können. Die Fotografien können ihr später zeigen, wer dabei war: die Gesichter ihrer Familie, die Arme, in denen sie lag, und das Zusammensein vor und während ihrer Taufe. Auch die Begegnungen am Rand gehören für mich dazu.

Schwarz-Weiß-Aufnahme eines Großvaters mit seinem Enkel auf dem Schoß; der Junge betrachtet einen Gegenstand in seiner Hand.

Dafür begleite ich Familien mit meiner Kamera. Ich möchte die Atmosphäre eines Tages so festhalten, dass neben der Zeremonie auch ihr Anfang erhalten bleibt: zu Hause, in den Armen der Familie.

Ihr sucht einen Tauffotografen in Nagold? Erzählt mir von euren Plänen. Ich begleite eure Taufe als zusammenhängende Reportage – von den Vorbereitungen in der Familie bis zur Zeremonie.