An einem warmen Sommertag war ich in Nagold, um Lara Ștefanias Taufe zu fotografieren. Zunächst dachte ich an die Zeremonie, die vor uns lag. Doch schon bei den Vorbereitungen wurde mir wieder bewusst, wie viel früher die Geschichte eines solchen Tages beginnt: zu Hause, bei den Menschen, die zusammenkommen, und den Händen, die das Kind halten.
Für mich gehören diese Begegnungen ebenso zur Taufreportage wie die Feier in der Kirche. Sie erzählen davon, wer Lara an diesem Tag begleitet hat.
In der Kirche zusammenkommen
In der Kirche setzt sich diese Nähe fort. Lara wird getragen und gehalten, während der Priester die Taufe vollzieht. Die Kerze brennt, das Wasser und die Gesten des Segnens rücken in den Mittelpunkt. Dazwischen bleiben die Hände ihrer Familie immer wieder im Bild.
Beim Fotografieren achte ich auf beides: auf die Handlungen des Priesters und auf die Menschen um Lara herum. So lässt sich die Zeremonie später als Teil eines gemeinsam erlebten Tages betrachten.
Der Glaube hat hier seinen sichtbaren Platz. Zugleich zeigen die Bilder ganz konkret, was Begleitung bedeutet: jemanden halten, nah bleiben, zusammen durch die Kirche gehen. Diese Verbindung möchte ich in meinen Fotografien bewahren.
Zurück zum Anfang des Tages
Wenn ich an Laras Taufe zurückdenke, komme ich deshalb auch auf den Morgen zu Hause zurück. Die Großeltern waren aus Rumänien angereist und konnten es kaum erwarten, ihre Enkelin in den Armen zu halten. Ihre Tante half dabei, an alles zu denken. Die Eltern waren mit den Vorbereitungen beschäftigt, zwischen Freude, Aufregung und den Dingen, die noch zu erledigen waren.
Im Haus wurde gesprochen, vorbereitet und gefragt, ob noch etwas fehlte. Mitten darin war Lara. Jemand hielt ihre Hand, sie bekam einen Kuss auf die Stirn, wurde angeschaut und getragen. Solche Gesten brauche ich als Fotograf nicht zu erfinden. Ich möchte sie wahrnehmen und festhalten.
Die Bilder von zu Hause geben der kirchlichen Feier ihren persönlichen Zusammenhang. Sie zeigen die Familie, die sich für Lara versammelt hatte, schon bevor die Zeremonie begann.
Was Lara später sehen kann
Lara wird sich an diesen Tag nicht selbst erinnern können. Die Fotografien können ihr später zeigen, wer dabei war: die Gesichter ihrer Familie, die Arme, in denen sie lag, und das Zusammensein vor und während ihrer Taufe. Auch die Begegnungen am Rand gehören für mich dazu.
Dafür begleite ich Familien mit meiner Kamera. Ich möchte die Atmosphäre eines Tages so festhalten, dass neben der Zeremonie auch ihr Anfang erhalten bleibt: zu Hause, in den Armen der Familie.
Ihr sucht einen Tauffotografen in Nagold? Erzählt mir von euren Plänen. Ich begleite eure Taufe als zusammenhängende Reportage – von den Vorbereitungen in der Familie bis zur Zeremonie.