In der Kirche St. Mina in Freiburg versammelte sich Aris Bastians Familie zu seiner orthodoxen Taufe. Während ich fotografierte, beschäftigte mich ein Gedanke: Was uns mit unserer Heimat verbindet, reist mit uns. Es bleibt in Gebeten, in vertrauten Ritualen und in der Art, wie Menschen füreinander da sind.

Die Hände, die Aris hielten, und die Blicke, die ihn begleiteten, gaben diesem Gedanken eine konkrete Form. Zwischen Taufbecken und Kirchenbänken entstand eine Geschichte über Glauben und familiäre Nähe.

Zwei Frauen stützen Aris auf einer weißen Unterlage, während der Priester die Salbung vorbereitet.

Ein Stück Zuhause in Freiburg

Wenn wir Rumänien verlassen, bleibt vieles aus unserem Leben dort Teil von uns. Bei einer Taufe wird das besonders greifbar: Eine Familie kommt zusammen, vertraute Gebete werden gesprochen und Traditionen an ein Kind weitergegeben. Für mich wurde diese Kirche in Freiburg für einige Stunden zu einem Stück Zuhause.

Aris war mittendrin. Er blickte zum Priester, griff nach dem Holzkreuz und lächelte in die Runde. Auch die Menschen etwas abseits des Taufbeckens gehörten für mich zur Reportage. Ihre Aufmerksamkeit und die kleinen Reaktionen zwischen den Gebeten machten sichtbar, wie viele diesen Tag mit ihm teilten.

Aris auf dem Arm eines Mannes, während der Priester das Weihrauchfass schwenkt; Schwarz-Weiß-Aufnahme.
Aris greift auf dem Arm einer Frau nach dem Holzkreuz des Priesters.
Eine Frau im hellblauen Kleid steht zwischen den Kirchenbänken; der Priester hält ein blaues Buch und ein Holzkreuz.
Aris wird vor dem Priester auf dem Arm gehalten; weiße und blaue Blumen rahmen die Szene im Vordergrund.
Aris lächelt auf dem Arm einer Frau im weißen Kleid, umgeben von den Erwachsenen bei der Taufe.
Ein Junge mit Sommersprossen sitzt in einer Kirchenbank; hinter ihm steht ein weiteres Kind.

Rituale und Nähe

Wasser, Salbung und die brennende Taufkerze prägten die Zeremonie. Ich wollte diese Handlungen zusammen mit den Menschen festhalten, die Aris dabei nahe waren. Während der Priester den Gottesdienst führte, wurde Aris getragen, gestützt und in ein weißes Tuch gehüllt.

Gerade diese Verbindung ist mir geblieben: die Bedeutung des Rituals und die Fürsorge in den Handgriffen dazwischen. Ein Kind braucht Menschen, die es halten. An diesem Tag waren sie da, ganz unmittelbar. Für mich zeigte sich darin auch etwas von dem Glauben, der diese Familie zusammengeführt hatte.

Aris liegt in ein weißes Tuch gewickelt auf einer Unterlage und hält den Stoff an seinen Mund.
Eine Frau stützt Aris’ Kopf mit beiden Händen, während er auf einer weißen Unterlage liegt.
Der Priester erhebt die Hände am blumengeschmückten Taufbecken; Aris und die Taufgesellschaft stehen dahinter.
Der Priester berührt Aris’ Gesicht bei der Salbung, während das Kind in einem weißen Tuch liegt.
Aris wird neben einer brennenden blauen Taufkerze auf dem Arm gehalten und blickt nach unten.
Der Priester hält ein rotes Buch vor der Taufgesellschaft; Aris wird neben der brennenden Kerze getragen.

Was ich von diesem Tag mitnehme

Ich war nach Freiburg gekommen, um Aris’ Taufe zu fotografieren. Mitgenommen habe ich auch eine persönliche Erinnerung daran, dass wir Gott dort begegnen können, wo Menschen ihm in ihrem Leben Raum geben. Dieser Gedanke blieb mir auch nach der Taufe.

Beim Betrachten der Bilder finde ich ihn in den einzelnen Gesten wieder: in der Hand über Aris’ Kopf und darin, wie mehrere Menschen sich zu ihm beugen, um ihm beim Anziehen zu helfen. Der Raum, die Gegenstände des Rituals und diese Nähe gehören für mich zu derselben Geschichte.

Der Priester hält eine Haarsträhne von Aris zwischen den Fingern und setzt eine kleine Schere an.
Drei Frauen helfen Aris beim Anziehen auf einer weißen Unterlage; Kinder schauen zu. Schwarz-Weiß-Aufnahme.
Der Priester hält die Hand über Aris’ Kopf und ein aufgeschlagenes blaues Buch mit Holzkreuz vor sich.
Der Priester trägt Aris an einen rot verkleideten Tisch im Kirchenraum; dahinter stehen Kreuz und Kerzen.
Eine geöffnete rote Schatulle mit kleiner Schere, Fläschchen und gelbem Schwamm steht zwischen Kerzenständern.

Zum Abschluss dieser Bildfolge bleibt Aris’ Lachen, als er in der Kirche hochgehoben wird. Ich mag diesen offenen, lebendigen Moment. Die Fotografien bewahren für ihn, wer bei seiner Taufe dabei war und wie die Menschen ihn an diesem Tag begleitet haben.

Eine Frau im hellblauen Kleid hebt den lachenden Aris in der Kirche hoch.

Eine Taufreportage für eure Familie

Ihr sucht einen Tauffotografen in Freiburg? Erzählt mir von eurem Termin, dem Ort und eurer Familie. Ich freue mich darauf, mit euch über eine natürliche fotografische Begleitung zu sprechen.