In der Kirche St. Mina in Freiburg versammelte sich Aris Bastians Familie zu seiner orthodoxen Taufe. Während ich fotografierte, beschäftigte mich ein Gedanke: Was uns mit unserer Heimat verbindet, reist mit uns. Es bleibt in Gebeten, in vertrauten Ritualen und in der Art, wie Menschen füreinander da sind.
Die Hände, die Aris hielten, und die Blicke, die ihn begleiteten, gaben diesem Gedanken eine konkrete Form. Zwischen Taufbecken und Kirchenbänken entstand eine Geschichte über Glauben und familiäre Nähe.
Ein Stück Zuhause in Freiburg
Wenn wir Rumänien verlassen, bleibt vieles aus unserem Leben dort Teil von uns. Bei einer Taufe wird das besonders greifbar: Eine Familie kommt zusammen, vertraute Gebete werden gesprochen und Traditionen an ein Kind weitergegeben. Für mich wurde diese Kirche in Freiburg für einige Stunden zu einem Stück Zuhause.
Aris war mittendrin. Er blickte zum Priester, griff nach dem Holzkreuz und lächelte in die Runde. Auch die Menschen etwas abseits des Taufbeckens gehörten für mich zur Reportage. Ihre Aufmerksamkeit und die kleinen Reaktionen zwischen den Gebeten machten sichtbar, wie viele diesen Tag mit ihm teilten.
Rituale und Nähe
Wasser, Salbung und die brennende Taufkerze prägten die Zeremonie. Ich wollte diese Handlungen zusammen mit den Menschen festhalten, die Aris dabei nahe waren. Während der Priester den Gottesdienst führte, wurde Aris getragen, gestützt und in ein weißes Tuch gehüllt.
Gerade diese Verbindung ist mir geblieben: die Bedeutung des Rituals und die Fürsorge in den Handgriffen dazwischen. Ein Kind braucht Menschen, die es halten. An diesem Tag waren sie da, ganz unmittelbar. Für mich zeigte sich darin auch etwas von dem Glauben, der diese Familie zusammengeführt hatte.
Was ich von diesem Tag mitnehme
Ich war nach Freiburg gekommen, um Aris’ Taufe zu fotografieren. Mitgenommen habe ich auch eine persönliche Erinnerung daran, dass wir Gott dort begegnen können, wo Menschen ihm in ihrem Leben Raum geben. Dieser Gedanke blieb mir auch nach der Taufe.
Beim Betrachten der Bilder finde ich ihn in den einzelnen Gesten wieder: in der Hand über Aris’ Kopf und darin, wie mehrere Menschen sich zu ihm beugen, um ihm beim Anziehen zu helfen. Der Raum, die Gegenstände des Rituals und diese Nähe gehören für mich zu derselben Geschichte.
Zum Abschluss dieser Bildfolge bleibt Aris’ Lachen, als er in der Kirche hochgehoben wird. Ich mag diesen offenen, lebendigen Moment. Die Fotografien bewahren für ihn, wer bei seiner Taufe dabei war und wie die Menschen ihn an diesem Tag begleitet haben.
Eine Taufreportage für eure Familie
Ihr sucht einen Tauffotografen in Freiburg? Erzählt mir von eurem Termin, dem Ort und eurer Familie. Ich freue mich darauf, mit euch über eine natürliche fotografische Begleitung zu sprechen.